Hochhäuser

Hochhäuser

Weit sehen. Klare Linien ziehen. Fahrstuhl fahren. Große Flächen gestalten. Viele Grooves unter einem Dach versammeln.

Vier Musiker mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Biographien haben sich zum Bandprojekt HOCHHÄUSER zusammengeschlossen. Von Duke Ellington bis Jimi Hendrix, von Miles Davis bis Bob Marley, von Astor Piazolla bis Karlheinz Stockhausen reichen die Einflüsse und musikalischen Vorlieben, die die Musiker mit in die Band einbringen.

Heimlicher Protagonist

Am Schnittpunkt dieser Traditionslinien aus dem 20. Jahrhundert entwickelt HOCHHÄUSER eine zeitgenössische Musik, die geprägt ist durch Improvisation, intensive Grooves und eine Vielfalt von Klangfarben. Heimlicher Protagonist ist ein TASCAM 4-Spur-Kassettendeck, mit dem analoge Sounds in das Spiel der Band eingemischt werden.

Beunruhigende Ästhetik

Den Hauptteil der Kompositionen steuert Matthias Petzold bei. Seitdem er im Alter von 14 Jahren zufällig die Radio-Sendung "Jazzplatte der Woche" hörte, lässt ihn die faszinierende und beunruhigende Ästhetik des Jazz nicht mehr los. Der Saxophonist und Komponist schrieb Stücke für zahlreiche Projekte in allen möglichen Besetzungen von Duo bis Septett bis hin zu großem Orchester. Dabei entstanden unter anderem drei Kompositionszyklen: PSALMENVERTONUNGEN für Chor und Jazz-Ensemble, PANGÄA für Bigband und MIRRORS nach Motiven von Shakespeare für Sinfonieorchester und Jazz-Combo. Bei HOCHHÄUSER setzt Petzold das Hauptaugenmerk auf die Symbiose zwischen Klangcollage und Komposition. Mit seinem warmen Saxophonsound und den Klängen vom 4-Spur-Kassettendeck setzt er gekonnt Akzente.

Kompositorische Berg- und Talfahrten

Gitarrist Andi Reisner bezeichnet sich selbst als Sound Junkie. Ständig schraubt der Workaholic in seinem PULSARSTUDIO an Songs und Soundtracks. Jeder deutsche Kino- und Fernsehzuschauer hat mit ziemlicher Sicherheit schon einmal Arbeiten von Reisner gehört. Denn immer wieder wird er von der renommierten Filmmusik Komponistin Annette Focks als Klangkünstler und Gitarrist gebucht. So ist über die Jahre ein beeindruckender Katalog entstanden, der Filmerfolge wie ROMY, VIER MINUTEN (deutscher Filmpreis 2007) oder EIN STARKER ABGANG (nominiert für den Grimme Preis 2009) umfasst. Mit dem Ensemble für Neue Musik UGLY CULTURE tourte Reisner durch Europa. Dabei meisterte er mit seinem virtuosen Spiel die kompositorischen Berg- und Talfahrten der Neuen Musik und erforschte deren Klangsphären und Ästhetik. Parallel widmete sich Reisner mit dem Projekt AUTOPROZESSOR seiner heimlichen Liebe: dem Jazzrock. Mit Hilfe von illustren Gästen feilte der Gitarrist im Studio an seinen Kompositionen. Acht Alben sind mittlerweile erschienen. Auch in HOCHHÄUSER geht Reisner seinem Faible für verspielte Solos und groovige Licks nach. Dass er dabei gesteigerten Wert auf ausgefallenen Klänge und Effekte legt versteht sich von selbst.

Lässige Basslinien und amüsante Effekte

Nils Imhorst ist ein viel beschäftigter Kontra- und E-Bassist. In unzähligen Projekten ist er anzutreffen. Beispielsweise tourte er mit der Band FURIOPOLIS durch Madagaskar, mit dem Tango und Klezmer Quartett KLEZCETERA spielte er in vielen Ländern Europas. In dem Trio OLINKA ORPHEA & BAND widmete er sich der Gratwanderung zwischen kauzigem Pop und skurrilem Humor und wirkte an den zwei preisgekrönten Videos der Band mit. Als Musiker und Komponist ist Imhorst außerdem fester Bestandteil der Theaterszene des Ruhrgebiets und bei den unterschiedlichsten Inszenierungen zu hören und zu sehen. Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig bei Hörspiel- Produktionen mit. 2009 startete Imhorst sein Projekt TANGOLECTRÓN. An der Schnittstelle zwischen Electronica und Tango entstand unter seiner Regie ein Album, das überwiegend aus Eigenkompositionen besteht. Bei HOCHHÄUSER kombiniert Imhorst seine lässigen Basslinien und Improvisationen mit einer kleinen Batterie amüsanter Effekte.

Perfektion und Jazz-Kolchose

Drummer Tobi Lessnow hat einen besonderen Hang zum Pop. Nach seinem Debüt LIFETIME MEMBERSHIP arbeitet er derzeit an seinem zweiten Album. Wie auch beim Vorgänger schreibt der Perfektionist dabei die Songs, produziert, singt und spielt alle Instrumente. Mit dem Trio TRANSWAGON tauchte er in das Spannungsfeld zwischen Neue Musik und Jazz ein. Diese Genremischung wurde in der Band BETTY LACANTAR mit einem Gemenge aus Noise und Kakophonie weiterentwickelt. In jüngster Vergangenheit trat Lessnow insbesondere in der Jazz-Kolchose THE DORF in Erscheinung. Bandleader Jan Klare schart in diesem Projekt einmal im Monat 15-20 Musiker um sich und feuert mit ihnen einen hemmungslose Stilmix ab. Zusätzlich ist Lessnow in der Theaterszene tätig. Das Rappeln und Rumpeln der Rhythmen ist eine Leidenschaft, der Lessnow bei HOCHHÄUSER freien Lauf lässt. Aber auch das filigrane Pulsieren ist eine Spezialität des Groove Fanatikers.

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Kontakt

Matthias Petzold
Klosterstraße 20
50321 Brühl
Tel: 022 32 / 259 71
Fax: 022 32 / 211 798

Email: 1@hochhaeuser-jazz.de


Fotos der Bandmitglieder: Florian Keller
Design und Webdesign: Tobi Lessnow


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